Checkliste Kinderwagen & Buggy

Checkliste Kinderwagen und BuggyDer Nachwuchs steht vor der Tür? Es ist der Erste? Der Bauch wird kugelrunder und der Tag der Geburt rückt immer näher? Das Kinderbett schon gekauft? Das Zimmer liebevoll eingerichtet? Die ersten Strampler, Schühchen und Co warten nur darauf endlich ausprobiert und getragen zu werden? Na dann. Alles in Ordnung. Wie? Der Kinderwagen ist noch nicht gekauft? Sie haben Schwierigkeiten das richtige Modell zu finden? Wissen nicht, worauf es alles zu achten gilt?

Keine Sorge, hier haben wir die 25 wichtigsten Aspekte zusammen getragen, die die Kaufentscheidung beim Kinderwagen maßgeblich beeinflussen und erleichtern. Denn schließlich wird der Kinderwagen Sie und ihr neues Familienmitglied ständig und überall hin mit begleiten. Auf drei oder vier Rädern? Softbag oder Hartschale? Markenprodukt ja oder nein? Fragen über Fragen und das ist erst der Anfang. Doch eins ist ganz besonders wichtig: Die Checkliste bietet Anhaltspunkte, ist Orientierungshilfe – am Ende liegt die letzte Entscheidung dann aber immer beim Paar, deren Bedürfnisse und Wünsche.

Denn eine jede Familie setzt andere Prioritäten und hat einen anderen Fokus für die Verwendung. Die einen sind sportlich und wollen auch mit ihrem Kind im Sport- und Jogging-Kinderwagen seinem Hobby nachgehen. Andere wiederum sind mit dem klassischen Kinderwagen auf vier Rädern und herausnehmbarem Tragebett zufrieden. Die individuellen Bedürfnisse sind ausschlaggebend für den Kinderwagenkauf. 

1. Die Größe?

Die Größe des Kinderwagens ist nicht abhängig von der Größe ihres Kindes. Diese wird erst relevant, wenn es vom ersten Kinderwagen zum Wechsel in den Buggy kommt. Doch was entscheidend ist, ist die Frage, welches Kinderwagenformat in den Kofferraum des Autos passt.

2. Die Handhabung ?

Auch ist für den Transport des Kinderwagens im Auto die Handhabung ausschlaggebend. Diese vor allem in Bezug auf das Ein- und Ausladen in den Kofferraum wie das Zusammen- und Auseinanderklappen für den Transport. Die Handhabung geht einher mit der Größe wie auch mit dem Gewicht. 

3. Das Gewicht?

Denn auch das Gewicht des Kinderwagens wird wichtig, wenn es um das Ein- und Ausladen in den Kofferraum geht. Schließlich möchte man sich keinen Bandscheibenvorfall oder Ähnliches zuziehen, wenn man den Kinderwagen anhebt. Ebenfalls spielt der Aspekt eine Rolle, wo man wohnt. Lebt man z.B. in einem Mehrfamilienhaus in einer der oberen Etagen und kann den Kinderwagen nicht im Hausflur abstellen, so muss er bei jeder Nutzung das Treppenhaus hinab und hinauf getragen werden. Da möchte man lieber einen leichteren als einen schwereren Wagen haben. 

4. Tragetasche oder Hartschale?

Die Frage nach einem herausnehmbaren Tragebett spielt auch in Zusammenhang mit der Wohnung eine Rolle. Wohnt man nämlich im obersten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses, so bietet eine herausnehmbare Tragetasche einen größeren Komfort als die Hartschale. Auf der anderen Seite sind Kinderwagen mit Hartschale oft wesentlich größer und geräumiger als die Tragetaschenvarianten. 

5. Die Wendigkeit?

Ist man mit seinem Kind und Kinderwagen oft in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch generell auf öffentlichen, viel besuchten Plätzen unterwegs, ist die Wendigkeit des Kinderwagens von Bedeutung. Schließlich möchte man sich locker und leicht durch die Menge wuseln und nicht durch blockierte Räder, Unbeweglichkeit und Co sich selbst und den gesamten Verkehr aufhalten. Gerade auch bei Fahrten mit Bus und Bahn ist man mit einem wendigen Sportmodel oft besser beraten als mit einem schweren, klobigen Standardwagen. 

6. Schiebekomfort?

Wer wird mit dem Kinderwagen am meisten unterwegs sein? Oder teilt man sich die Verantwortung? Dann wird es nämlich wichtig, dass die Schiebegriffe höhenverstellbar sind. Schließlich möchte man sich keine Rückenschmerzen zuziehen, wenn man seinen fisch geborenen Nachwuchs durch die Welt kutschiert. 

7. Wie viel Platz ist im Kinderwagen? 

Der Säugling bedarf Platz. Er soll sich in seinem Kinderwagenbett komfortabel und wohl fühlen. Platz zum Drehen und Bewegen sollte in jedem Fall vorhanden sein. Wie bereits angesprochen sind Kinderwagen mit Hartschalen meistens größer konzipiert, als jene mit herausnehmbarer Tasche. Stellen Sie sicher, dass ihr Kind zum einen noch Platz für sein Lieblingsspielzeug hat und zum anderen, dass auch noch ausreichend Platz nach einigen Monaten vorhanden ist. Schließlich wachsen die Kleinen in den ersten Monaten ganz besonders. 

8. Matratze? 

Denn wie man sich bettet, so schläft man. Die Matratze im Kinderwagen ist ausschlaggebend für den Komfort ihres Nachwuchses. Nicht zu hart und nicht zu weich sollte sie sein. 

9. Material?

Achten Sie beim Material der Matratze wie auch der anderen Stoffelemente ihres Kinderwagens darauf, dass nicht schädliche Chemikalien enthalten sind. Zwar gelten in Deutschland hervorragende Sicherheitsbestimmungen und -standards, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Kontrolle besser ist als Nachsicht. Strahlt das Material einen starken, dominanten Geruch aus, so sollte besser auf die Material- und Stoffzusammensetzung geachtet werden.

10. Verstellbare Rückenlehne? 

Viele Erst-Modelle verfügen lediglich über eine gerade Liegefläche. Doch mittlerweile gibt es auch Varianten. Varianten, bei der die Rückenlehne in eine aufrechte Position gebracht werden kann. Dies wird vor allem dann wichtig, möchte man seinen Kinderwagen über einen längeren Zeitraum verwenden und den Bedürfnissen des wachsenden Babys anpassen können.

11. Sitzt der Nachwuchs auch bequem?

Daran anschließend stellt sich natürlich die Frage, ob der Nachwuchs bei hochgestellter Rückenlehne auch noch bequem sitzt. Stiftung Warentest gibt hier Werte für die optimale Liegefläche an. Demnach sollte die Sitzfläche bis zu 35 cm breit und 21 cm tief sein. Sind diese Normwerte eingehalten, hat das Durchschnittskind ausreichend Platz. 

12. Federung? 

Ein besonders wichtiger Faktor ist die Federung des Kinderwagens. Schließlich möchte man, dass sein Kind vor Stößen geschützt wird, die durch eine gute Federung abgefangen werden. Schlaglöcher, Bordsteinkanten und Kopfsteinpflaster solle keine Hindernisse oder Schwierigkeiten darstellen und schon gar nicht den Komfort des Babys beeinträchtigen. Eine gute Federung ist Voraussetzung für einen guten Kinderwagen. 

13. Fußstütze? 

Verfügt der Kinderwagen über eine Fußstütze? Diese Frage wird vor allem dann wichtig, wenn der Wagen in einem späteren Alter weiter genutzt werden soll. Nämlich dann, wenn das Neugeborene sitzend und mit baumelnden Beinen die Welt erkunden möchte.

 
14. Fußstütze höhenverstellbar? 

Eine Fußstütze allein reicht dabei nicht aus. Viel wichtiger ist es, ob sich diese auch an die Größe und Bedürfnisse des Kindes anpassen lässt. Was bringt eine Fußstütze, wenn die Füße des Kindes sie nicht erreichen? Gar nichts. 

15. Wind- und Sonnenschutz? 

Verfügt der Kinderwagen über einen guten Wind- und Sonnenschutz in Form eines Verdeck? Das Verdeckt sollte dabei schnell und gut ein- und ausklappbar sein und auch wirklich einen umfangreichen Schutz vor Wind-, Sonnen- und Wettereinflüssen bieten. 

16. Verdeck erweiterbar? 

In manchen Situationen kann es hilfreich und nützlich sein, wenn Seiten- und Frontwände an den Kinderwagen montiert werden können. Gerät man aus Versehen in einen Platzregen und Schauer, so ist ein Regenmantel für den Kinderwagen, der diesen komplett umschließt, ebenso wichtig, wie Seitenwände, die montiert werden können. Denn nichts ist wichtiger als die Gesundheit ihres Kindes. 

17. Schwenkschieber? 

Ebenso wie die Wendigkeit des Kinderwagens, stellt sich die Frage nach einem Schwenkschieber. Ein Schwenkschieber bietet die Möglichkeit von beiden Seiten den Kinderwagen zu schieben. Zum einen kann das Baby die Welt mit offenen Augen erkunden und, umgestellt, kann es Kontakt mit der Person aufnehmen, die den Wagen schiebt. Ebenso lässt sich verhindern, dass ihrem Kind scharfer Wind um die Nase und ins Gesicht weht. 

18. Sicherheit für das Baby? 

Ist der Kinderwagen mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet? Wer u.a. sportlich ist und mit seinem Baby im Kinderwagen Joggen oder Laufen gehen möchte, ist gut beraten, wenn das Kind im Sitz festgeschnallt ist. Nur für den Fall der Fälle. Es lässt sich eben besser Sport betreiben, wenn das Kind im Wagen sicher sitzt. 

19. GZ-Zeichen? 

Deutschland legt Wert auf Sicherheit. Daher müssen sich auch Kinderwagen unterschiedlichen Test und Prüfverfahren unterziehen. Einhergehend mit den typischen Sicherheitstest gibt es mittlerweile auch viele Kinderwägen, die die Gütesiegel Tox-Proof und Öko-Test tragen. Diese Test beziehen sich auf den Schadstoffgehalt der Stoffbezüge und verwendeten Materialien. 

20. Feststellbremse? 

Besitzt der Wagen eine Bremse zum Feststellen? Schließlich möchte man nicht, dass in einer unachtsamen Minute der Wagen eine leichte Absenkung hinunter rollt. Wie ist die Feststellbremse zu bedienen? Rastet Sie schnell ein und ist auch wieder leicht zu lösen? Wichtig ist, dass mindestens zwei Räder gesichert werden.

 
21. Griffbereich des Babys?

Kinder sind neugierig. Sie wollen alles ertasten und vor allem auch in den Mund stecken, was in ihre Finger gerät. Daher ist es wichtig, dass der Bereich, den das Kind mit seinen Armen und Händen erreichen kann, frei von Kleinteilen ist, die sich lösen können. Ebenfalls dürfen keine Bereiche mit Quetschstellen vorhanden sein. 

22. Reflektoren? 

Wie sieht es mit der Nachttauglichkeit aus? Verfügt der Kinderwagen über Reflektoren, die ihn auch bei Dunkelheit sichtbar werden lassen? Manche Modelle verfügen über integrierte Reflektoren, andere haben vorgesehene Steckplätze für ein nachträgliches Montieren eben dieser. 

23. Stauraum ?

Ein Kinderwagen ist eigentlich immer mehr, als lediglich ein Transportmittel für die Kleinen. Außerdem sind es nie nur die Kleinen, die man ‚transportieren‘ muss, sondern meistens noch zahlreiche anderen notwendigen Sachen, wie Windeln, Babyflasche, Spielzeug und Co. Dafür ist es hilfreich, wenn der Kinderwagen über ein Korb oder Netz verfügt, in dem alle Sachen verstaut werden können. Hilft übrigens auch beim Einkaufen 😉 

24. Ersatzteile? 

Unangenehm, aber dennoch wichtig. Sind Ersatzteile schnell, einfach und kostengünstig zu erwerben, wenn etwas in die Brüche geht, oder wird der Kinderwagen zum unbrauchbaren Gut? 

25. Was wollen Sie?

Die letzte und wichtigste Frage. Für lange oder kurze Strecken? für den Einkauf oder das Sportprogramm? Für das nächste Kind oder zum anschließenden Verkaufen? Welche Bedürfnisse muss der Kinderwagen für Sie erfüllen? Fangen Sie mit dieser Frage an, denn aus ihrer Antwort ergeben sich alle weiteren Aspekte. 

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